Saturday, April 18, 2009

Going north

(04/18/2009, 9:31 pm) In the meantime I'm sitting at the airport in Vancouver and enjoy free wireless internet. I've spent some beautiful days on Salt Spring Island, took a lot of time reading, relaxing and talking with Ron and Belinda. Today I've also met Bill and Ursula in Victoria. They have a new place up on a mountain, or "on the rocks", very nice! I had less time than planned, because with the ferry and the bus towards the airport I decided to rather play it safe. Now I'm waiting for boarding of my flight to Whitehorse. As you can see on the photo, I'm not the only one. Oh, and by the way, the guy with the laptop is NOT me.


The following picture is from my way onto the island last Tuesday. I could sit out on the deck.


Next entry will be from Whitehorse.

Tuesday, April 14, 2009

Back in Canada, Back to Blogging


Hello from Vancouver! I decided to write down a few things about my current 3 week trip to Canada. This blog was actually created for my Work&Travel year in 2006/07. I never quite finished it towards the end. If anybody read this blog from the beginning, I might quickly finish my former reports:

In February 2007 I joined Frank Turner's Crew for the Yukon Quest, which meant driving the dog truck, writing race news to Anne from the checkpoints, picking up dropped dogs, giving weather and trail conditions informations to Frank, assisting for the Camp in Dawson and so on... Later on we had some indescribable busy days at Muktuk during the 2007 Canada Winter Games in Whitehorse. (Many athletes were doing day trips with the dogs...) After that I spent three weeks in Old Crow, Yukon in March 2007. Old Crow is the isolated village of the Vuntut Gwitchin First Nation People and has about 300 inhabitants. I visited Kerrie and Shel there, who I got to know at Muktuk earlier in summer 2006. In Old Crow I worked at a recycling depot, hauled wood with Shel, helped for the Dagoo 300 dog race, saw some amazing northern lights and just had a good time. End of march I came back to Muktuk and left Canada the first days of April via Vancouver. I came back to Canada in summer 2007 for 4 weeks, similar to what I'm doing right now. Unfortunately at that time I didn't continue this blog, but this time I will.

Yesterday (04/13/09) I arrived at Vancouver airport and went straigt to downtown. CurrentlyI'm staying at the HI Downtown, which is a bit quieter than the HI Central, but not further from the Waterfront. I met Patricia and Alex from Germany, who are starting their work&travel year these days and were on the flight with me from Frankfurt. I went jogging in the Stanley Park right away. Was a bit cool, but sunny and beautiful. See pictures further down. At night I met with Tanja, who I know from Karlsruhe (my study place). She's also doing the work&travel thing here right now. We went to Spaghetti factory in Gastown. I learnt that there's the 10k "Sun Run" next sunday in Vancouver. I'm considering to rescdhedule my flight to Yukon on th 18th by one day, in order to participate in this run. I have to see how that works out. Soon I'm taking the ferry to meet with Ron and Belinda at Swartz Bay Ferry Terminal. Will be great to see them again! Weather is nice. Germany was much warmer (25C), but at least its not raining here. So much for now.



Sunday, January 21, 2007

Hallo liebe Blog-Leser aus Whitehorse!

Ich moechte mal schnell ein Blitz-Update machen. Nach meinem letzten Eintrag war ich noch fuer rund eine Woche in Montreal und habe unter anderem Sami besucht, einen Franzosen, den ich in Whitehorse im Herbst kennengelernt hatte. Dort konnte ich ein paar Tage unterkommen. Am 20. Dezember habe ich meinen Vater vom Flughafen in Toronto abgeholt und er ist zwei Wochen hier in Kanada geblieben. Ueber Weihnachten sind wir mit dem Zug "The Canadien" quer durchs Land nach Vancouver gefahren. Dort waren wir ueber Silvester und haben in den letzten Dezembertagen und erste Januartagen kleinere Daytrips gemacht. Grouse Mountain, Whistler, Victoria....


Nach seinem Abflug war ich nochmal bei Ron und Belinda auf Salt Spring Island und ein paar Tage bei Ursula und Bill in Victoria. Am 11. Januar bin ich nach Whitehorse geflogen (!) Nur rund 260 Dollar inklusive alle Steuern und Gebuehren. Seitdem bin ich in Whitehorse im Yukon wieder Freiwilliger auf den Muktuk Kennels. Ich bin sehr, sehr beschaeftigt und wundere mich, dass ich Zeit habe, diesen Eintrag zu schreiben. Das kaelteste war bislang -26 Grad fuer mich. Heute ist es um Null Grad, was viel zu warm ist. Die Temperaturen fahren hier Achterbahn. Eine Woche vor meiner Ankunft war es noch -40 Grad. Wie auch immer, am 10. Februar startet der Yukon Quest 2007. Frank Turner, der die Kennels hier betreibt wird wieder an den Start gehen. Ich werde fuer sein Team den Truck fahren waehrend des Rennens. Zue Zeit vergnuege ich mich mit den Huskies und den Touristen. Das Team ist grossartig, und obwohl ich kaum eine freie Minute habe, geniesse ich es. Jetzt muss ich zum Essen, heute sind es mal 13 Leute am Tisch und es gibt es Roast, es ist schliesslich Sonntag.

www.muktuk.com

Hallo liebe Blog-Leser aus Whitehorse!

Ich moechte mal schnell ein Blitz-Update machen. Nach meinem letzten Eintrag war ich noch fuer rund eine Woche in Montreal und habe unter anderem Sami besucht, einen Franzosen, den ich in Whitehorse im Herbst kennengelernt hatte. Dort konnte ich ein paar Tage unterkommen. Am 20. Dezember habe ich meinen Vater vom Flughafen in Toronto abgeholt und er ist zwei Wochen hier in Kanada geblieben. Ueber Weihnachten sind wir mit dem Zug "The Canadien" quer durchs Land nach Vancouver gefahren. Dort waren wir ueber Silvester und haben in den letzten Dezembertagen und erste Januartagen kleinere Daytrips gemacht. Grouse Mountain, Whistler, Victoria....


Nach seinem Abflug war ich nochmal bei Ron und Belinda auf Salt Spring Island und ein paar Tage bei Ursula und Bill in Victoria. Am 11. Januar bin ich nach Whitehorse geflogen (!) Nur rund 260 Dollar inklusive alle Steuern und Gebuehren. Seitdem bin ich in Whitehorse im Yukon wieder Freiwilliger auf den Muktuk Kennels. Ich bin sehr, sehr beschaeftigt und wundere mich, dass ich Zeit habe, diesen Eintrag zu schreiben. Das kaelteste war bislang -26 Grad fuer mich. Heute ist es um Null Grad, was viel zu warm ist. Die Temperaturen fahren hier Achterbahn. Eine Woche vor meiner Ankunft war es noch -40 Grad. Wie auch immer, am 10. Februar startet der Yukon Quest 2007. Frank Turner, der die Kennels hier betreibt wird wieder an den Start gehen. Ich werde fuer sein Team den Truck fahren waehrend des Rennens. Zue Zeit vergnuege ich mich mit den Huskies und den Touristen. Das Team ist grossartig, und obwohl ich kaum eine freie Minute habe, geniesse ich es. Jetzt muss ich zum Essen, heute sind es mal 13 Leute am Tisch und es gibt es Roast, es ist schliesslich Sonntag.

www.muktuk.com

Tuesday, December 12, 2006

Hallo aus Toronto !

Dies ist mal wieder ein kurzes Update, da ich ja mit dem ausfuehrlichen Schreiben nur langsam hinterherkomme. Am 21.November habe ich Churchill in Manitoba und die Eisbaeren verlassen.
Ich bin mit dem Zug nach Winnipeg gefahren und habe dort knapp drei Tage in einem Hostel verbracht, waehrend ich auf einen Flug nach St.Johns in Neufundland wartete. Dort bin ich am 26.11. angekommen und habe mich bis zum 11.Dezember in der Naehe von St.Johns aufgehalten. Gestern bin ich mit dem Flugzeug in Toronto gelandet.



Ich habe das Glueck, hier einen alten Studienfreund meines Bruders zu kennen. Gestern waren wir schon abendessen in Chinatown und heute sitze ich schon den ganzen Tag in einem Starbucks gegenueber vom Campusgelaende und arbeite mit einem von ihm geliehenen Laptop u.a. an Blog-Eintraegen wie zum Beispiel diesem hier. Mein Bericht ueber Whitehorse im August und September wird lang und alleine das Fotos aussortieren dauert eine Ewigkeit.

Morgen fahre ich mit dem Zug nach Montreal. Ich habe mal wieder eine Karte gebastelt, die
mein Fortkommen darstellt. Natuerlich muss man draufklicken, um ueberhaupt was zu erkennen. Wer den Eintrag ueber den Juli in Edmonton schon gelesen hat, sollte nochmal
nachschauen. Ueber die Haelfte des Textes war nicht lesbar gewesen, weil die Blog-Bastel-Maschine aus unerklaerlichen Gruenden an Schriftgroesse Null festhiehlt.

Toronto ist voll von Menschen, die schnell herumlaufen und Handy's oder Kopfhoerer am Ohr haben. Zur Weihnachtszeit ist wohl noch schlimmer als sonst. Daran muss ich mich erst gewoehnen.

Tuesday, November 28, 2006

Juli in Edmonton



Meinen Juli in Kanada habe ich in Edmonton in der Provinz Alberta verbracht. Warum Edmonton? Ron & Belinda von Salt Spring Island haben Verwandte dort. Und es war genau im Juli, dass Belinda's Bruder Tom und seine Frau April einen Deutschlandbesuch geplant hatten und in ihrem Haus in Edmonton einen Housesitter brauchten. Das war dann also ich. Nach einer achtstuendigen Busfahrt von Banff via Calgary bin ich am 4.Juli in aller Fruehe um 5:20 morgens in Edmonton angekommen. Das hiehlt Tom aber nicht davon ab, mich abzuholen und ich konnte sogar noch etwas Schlaf nachholen. Besonders viel geschlafen hatte ich auf der Fahrt naemlich nicht und in Calgary musste ich fast zwei Stunden im Busdepot herumsitzen. Das war uebrigens der Moment, and dem ich erstmals die Dimension des kanadischen Busverkehrs begriffen habe. Das Busdepot in Calgary hatte eigentlich den Character eines Bahnhofes. Ich war ja nur die kleinen Depots von Nanaimo, Victoria oder Banff gewoehnt. Und in Tofino war das Busdepot ungefaehr ein unaufgeraeumter Kellerraum gewesen, in dem eine aeltere Dame handschriftilich Tickets ausstellte. In Calgary gibt es eine ganze Reihe von "Bays", von denen Busse in alle Richtungen abfahren und das Depot ist auch um Mitternacht noch voller Reisender. Auf dieser Fahrt habe ich dem Gepaecksystem noch nicht vertraut und habe den grossen Rucksack eigenhaendig von der Haltebucht in die Wartehalle getragen und spaeter wieder zum naechsten Bus. Normalerweise kommt aber ein Gepackstueck mit dem korrekten "Tag" (sprich Taegg) auch so am gewuenschten Zielort an. Mittlerweile spare ich mir die Schlepperei, behalte jedoch ein Auge auf meinen Rucksack und versuche festzustellen, ob er nach einem Umstieg auch im Busbauch unter mir ist. Spaeter in Whitehorse (nach Edmonton) habe ich uebrigens prompt mit jemand zusammengearbeitet, dessen Gepaeck auf dem Weg up north verloren gegangen ist. Soviel dazu...


Meine Housesitting Pflichten in Edmonton umfassten vor allem das Wohlergehen fuer Katze Luna und fuer saemtliche durstige Pflanzen im Garten. Es stellte sich heraus, dass ich nicht nur in einem schoenen Haus leben durfte, sondern dass ich es unverschaemterweise noch nicht einmal grossartig putzen brauchte, denn an einigen Tagen kam weiterhin der Putzmann vorbei :)

April & Tom



Luna


Ich wollte die geplanten vier Wochen nutzen, um etwas Geld zu verdienen. Um einen Job zu finden, war ich unter anderem an der University of Alberta an einer speziellen aeusserst hilfreichen Stelle fuer Studentenjobs (Caree and Placement Services CAPS) Ich las Zeitungen und durchforstete zum Beispiel www.monster.ca, www.craigslist.com und http://jobbank.gc.ca . Letztere Site ist sehr empfehlenswert fuer Jobs ueberall in Kanada. Wer speziell in Alberta zurzeit einen Job sucht, wird keine Probleme haben. Dazu folgende Statistik:
Arbeitslosenquote in Alberta nach Alter

Die Provinz Alberta boomt derzeit aufgrund seiner reichhaltigen Oelsandvorkommen, die Kanada nach Saudi-Arabien zum Land mit den weltweit zweitgroessten Oelreserven macht. Es gibt grossen Bedarf an Arbeitskraeften. Nach Fort McMurray, eines der Oel-Zentren, werden Arbeiter von Edmonton eingeflogen, weil nicht genug Wohnungen vorhanden sind. Eine Highschool-Lehrerin aus Alberta erzaehlte mir, dass viele ihrer Schueler die Schule abbrechen, auf den Oelfeldern arbeiten und weit mehr verdienen, als sie selbst. Ich habe einige informative Ausschnitte aus Artikeln zum Thema hier in den Blog kopiert. Wer nicht interessiert ist, kann die folgenden, kursiv geschriebenen Zeilen getrost uebergehen!

Quellen nachfolgender Zitate:
A Closer Look at Alberta's Oil and Gas Industry
(by Melanie Joy Douglas, Monster.ca)
Alberta's Economy is Unbeatable (by Melanie Joy Douglas, Monster.ca)
Dealing with Alberta's Labour Crunch (by Melanie Joy Douglas, Monster.ca)

"Canada, if not the world, can’t hear enough about the labour shortage in Alberta. There isn’t a better time to be an employer or a worker in this country’s wealthiest province."

"Cindy Hames, Director of Field Personnel Resources for Ensign Energy Services Inc. says that the shortage of workers in Alberta is very real and has not been overstated by the media or government."

"Anyone trained in the skilled trades or other industries directly impacted by the oil and gas industry, such as construction, shouldn’t have any problem finding competitive opportunities in the province. Furthermore, as Hames points out, once emerged in the industry, the career paths are vast for those who have the aptitude and work ethic."

"Alberta's economy is expected to grow by an incredible 6.6% this year alone. With high energy prices continuing, the province’s rapid growth is unlikely to subside any time soon, according to the Conference Board’s Provincial Outlook – Summer 2006."

" 'Among Canadian provinces, Alberta is in a league of its own,' said Marie-Christine Bernard, Associate Director, Provincial Outlook, in a recent statement to the press. 'With oil prices expected to remain high over the next five years, Alberta's boom is not just a temporary phenomenon. It is a more permanent structural change, which is acting as a magnet for workers from other provinces.' "


"On Monday, the Conference Board of Canada announced that Alberta’s labour crunch is likely to get worse. If current trends were to continue, the Conference Board estimates the province’s annual shortfall of workers would reach 332,000 by 2025."



Nun habe ich zwar noch keine abgeschlossene Ausbildung, aber Jobs in Edmonton gab es trotzdem genug. Beim naechstbesten Fastfood-Restaurant wollte ich nun aber auch nicht unbedingt anfangen. Ich habe ungefaehr die erste Woche in Edmonton damit verbracht, mich in der Stadt umzugucken und nach interessanten Jobs zu suchen. Dafuer bin ich viel durch die Stadt gefahren. Einmal war ich bei der Firma "All Weather Windows" und hab meine Bewerbung abgegeben. Das war im aeussersten Nordwesten der Stadt und ich musste ueber eine Stunde busfahren. Beworben habe ich mich auch bei der jaehrlichen Edmontoner Veranstaltung "Capital EX", die auf dem Messegelaende "Northlands Parks" noerdlich Downtown stattfindet. Fuer etwas ueber 50 Dollar habe ich mir eine Monatsticket fuer das Edmonton Transit System (ETS) gekauft und das hat sich im Nachhinein richtig gelohnt. Damit kann man naemlich in jedem Bus der Stadt unbegrenzt fahren. Ausserdem hat Edmonton eine 12,3 km lange "light train route", die oder das sogenannte "LRT". Diese ebenfalls mit dem Monatsticket befahrbare Bahn faehrt in Edmonton Downtown unter der Erde und ausserhalb oberirdisch.


LRT an juengst erbauter Endstation "Health Sciences"

Wie vermutlich in einigen anderen kanadischen Grossstaedten auch, kann man in Edmonton gemuetlich einkaufen gehen, ohne grossartig an die frische Luft zu muessen. Die vielen Malls sind alle durch Brueckchen und Tunnels untereinander verbunden. Eventuell praktisch fuer heisse Sommer (und 2006 hatte einen...), aber definitv sinnvoll fuer die strengen Winter. Die Durchschnittstemeratur fuer Edmonton's Januar ist -12,5 Grad Celsius. Das Thermoter kann -40 Grad Celsius erreichen. (Im Vergleich: In Karlsruhe sind es im Schnitt 1,2 Grad im Januar)
Also kalt jedenfalls. Und damit ich mich nicht verlaufen konnte, gab's sowas hier:


Fussgaengerplan fuer Edmonton Downtown (wie immer zum Vergroessern anklicken!)

Wer da genau hinschaut, kann erkennen, wie das System mit den Streets und den Avenues funktioniert. Es ist wohl angeblich nicht in jeder nordamerikanischen Grossstadt das gleiche Muster, jedenfalls geht das in Edmonton so: "Streets" sind Strassen von Nord nach Sued, je noerdlicher, desto hoeher die Nummer. "Avenues" sind Strassen von Ost nach West, je westlicher, desto hoeher die Nummer. Nachdem ich das nach einigen Tagen verinnerlicht hatte, fiel es mit sehr leicht, mich in der Stadt zu orientieren. Denn die meisten Strassen sind schnurgerade und Strassennamen findet man fast an jeder Kreuzung. Auf dem Fussgaengerplan oben sieht man Downtown Edmonton. Suedlich davon liegt, durch den Saskatchewan River getrennt, Southside Edmonton. Dort liegt auch die 82nd Avenue, die sogenannte Whyte Avenue. Diese ist eine pulsiernde Gegend mit vielen Laeden, Restaurants, Coffee Shops und Nightlife-Lokalitaeten.


Whyte Avenue

Jeder Edmonton-Reisefuehrer der Welt wird natuerlich auch die "West Edmonton Mall" preisen. Angeblich die groesste Shopping-Mall der Welt. Ich meine, dass man auf der Whyte Avenue gemuetlicher und mindestens genauso gut "shoppen" kann, auch wenn ich kein "Shopping"-Experte bin. Die West Edmonton Mall hat durchaus einige erstaunliche Einrichtungen. Ein Erlebnisbad, einen Eishockeyring, "Waterworld" mit Piratenschiff usw. und den groessten Indoor-Erlebnispark der Welt. Daneben hunderte von Geschaeften, aber eben meist die ueblichen Ketten und so richtig Flair ist in dieser Mall fuer mich nicht aufgekommen. Die sogenannte Bourbon Street ist ganz nett. Hier gibt es eine ganze Reihe Restaurants mit internatinonalen Speisekarten. Ich glaube auch, dass das Vorkommen von Pubs in Malls ziemlich unueblich ist. Mein Fazit: Gesehen haben sollte man es, aber das reicht dann auch. In der Achterbahn bin ich nicht mitgefahren.







sorry, hab vergessen Bild zu drehen
<>
In Strathcona gibt es samstags den "old strathcona Farmer's Market" und hier gibt es garantiert tonnenweise, was man in der gigantischen West Edmonton Mall nicht bekommt.



Wie man da lesen kann: "You make it, you bake it, you grow it, you sell it". Also alles schoen selbstgemacht und biologisch und so. Erinnerte mich jedenfalls stark an den Wochenmarkt in Ganges auf Salt Spring Island. Nette Atmosphaere, Anziehungs- und Treffpunkt fuer Touristen und Einheimsche.






Um auf das Jobben zurueckzukommen. Nachdem ich eine ganze Weile herumgesucht hatte und (weil ich auf Jobsuche suedlich Strathcona mit dem Fahrrad im Regen herumgeradelt war) leider auch einige Tage krank gewesen war, wollte ich nun einfach irgendeinen Job. Durch die besagte Stelle an der Uni bin ich dann an ein aelteres Ehepaar geraten, welches Hilfe im Garten benoetigte. Das waren Beatrice und Bob. Nach einigem Unkrautjaeten konnte ich mich dann noch etwas kreativer und anspruchsvoller engagieren, indem ich das mit Felsbroeckchen gespickte Beet um etwa ein Drittel verkleinerte. Das Beet ist nun einfacher zu pflegen und Bob kann die Hecke besser schneiden.


Bob, Bea, ich und die Gartenzwerge


hier schon im fortgeschrittenen Stadium


hier die Vollendung

Da habe ich also Steine geschleppt, waehrend es bruetend heiss war in Edmonton. Beatrice hat mich literweise mit kleinen Wasserflaeschen versorgt. Die beiden waren sehr freundlich und gluecklich ueber die Arbeit, die sie selber nicht mehr bewaeltigen koennen. Bob hat viel von seiner Zeit bei der Armee erzaehlt und dass er keinen einzigen Job in seinem Leben bereut hat. Wenn ich mit ihm im Auto gefahren bin, hat er manchmal auf die anderen Autofahrer geschimpft. Ich bin mit dem Bus zur Arbeit gefahren und mittags habe ich nicht selten bei McDonald's gegessen. Und das bringt mich zum Thema Fastfood!

A&W an der Whyte Avenue
<>
<>
Fastfood ist in Kanada sehr beliebt und vermutlich aehnlich stark vertreten wie in den USA. Neben den in Deutschland bekannten Ketten McDonald's und Burger King (welche hier bei weitem nicht die beliebtesten sind) gibt es da noch Dairy Queen, A&W, Subway, Taco Bell, Wendys, usw... Besonders erwaehenswert (weil kanadischen Ursprungs) ist aber Tim Hortons, wo es alles rund um Donuts, Bagels, Muffins und (natuerlich) Kaffee gibt. Tim Horton war in den 1960er Jahren ein kanadischer Eishockeyspieler in der NHL. Spaeter hat er dann seine eigene Fastfood-Kette aufgemacht. Meiner Erfahrung nach gibt es in Kanada wohl kaum einen von Menschen bewohnten Ort, von dem man nicht zu Fuss innerhalb von fuenf Minuten den naechsten Tim Hortons erreichen kann. Um Wikipedia zu zitieren: "Die aggressive Expansion von Tim Hortons hatte zwei große Veränderungen in dem Kaffee- und Donutmarkt zur Folge: unabhängige Donutshops wurden in Kanada nahezu gänzlich eliminiert und das Verhältnis von Donutshops zu Einwohnern übertrifft nun alle anderen Staaten." Auf Wunsch des kanadischen Militärs eröffnete Tim Hortons sogar eine Filiale auf einem Stützpunkt in Kandahar, Afghanistan. Aber genug von Tim Hortons, von Donuts werde ich sowieso nicht satt. Besser ist da schon A&W, wo ich mit Vorliebe gelegentlich speise. Gefaellt mir besser als McDonald's und unabhaengig von meinem persoenlichen Geschmack hat McDonald's hier auch wohl ein schlechteres Image als in Deutschland. Das Marketing hier ist jedenfalls lange nicht so qualitaetsorientiert. Anyway, soviel dazu.

Das obige Foto habe ich vom obersten Stock eines hohen Universitaetsgebaeudes aufgenommen. Im Hintergrund liegt da Downtown Edmonton. Rechts unten im Bild sieht man Teile von zwei Bruecken ueber den Saskatchewan River. Die obere ist die 1913 erbaute High Level Bridge, bestehend aus einer einspurigen Fahrbahn fuer Autos und einer Eisenbahntrasse obendrueber. Letztere wird heute allerdings nur noch im Sommer von einer kleinen historischen Tram fuer Touristen befahren. Die untere Bruecke wird vom bereits erwaehnten LRT befahren. An beiden Enden der Bruecke verschwindet diese Bahn wieder unter der Erde.
Ich bin viel auf dem grossen Campus der University of Alberta herumgelaufen, die uebrigens eine der fuenf groessten Unis in Kanada ist und rund 36.000 immatrikulierte Studenten hat. Auf den beiden naechsten Fotos sieht man das Innere des HUB, Shopping-Mall und Wohnhaus fuer Studenten. Die Einkaufspassage wird an beiden Seiten von den Fenstern der Studentenzimmer begrenzt. Im zweiten Foto steht im linken Fenster eine symbolisierte Botschaft einiger braver Studenten. In vielen Fenstern protzen die Bewohner allerdings lediglich mit den bislang konsumierten Alkoholmegen in Form von fein saeuberlich gestapelten und nett arrangierten leeren Bierdosen und Schnapsflaschen. Ich bitte das Kopf-nach-links-Legen wieder zu entschuldigen, aber der Computer, an dem ich das hier schreibe, erlaubt kein Drehen der Bilder.

HUB-Passage



Ich hatte vorher erwaehnt, dass ich mich der "Capital EX" beworben hatte. Eine Rueckmeldung davon habe ich zwar nicht mehr erhalten, aber hingegangen als Besucher bin ich trotzdem. Das Ganze war eine Mischung aus Kirmes ("Mess" in Karlsruhe), Kulturausstellung und Produktschau in den Messehallen.

Ich habe in den Messehallen eine eindrucksvolle Auffuehrung einiger First Nations People gesehen und spaeter an anderer Stelle eine Tanzgruppe mit deutsch-bayrischer Performance beobachtet. Das sah dann so aus:
Mal ganz grundsaetzlich: Ich glaube, das vieles, was Amerikaner und Kanadier von Deutschland wissen, irgendwie mit Automarken, Oktoberfest und zweitem Weltkrieg zu tun hat. Ich weiss nicht, ob ich es im Blog-Eintrag zu Vancouver schon geschrieben habe, aber als ich in Mai in dort herumgelaufen bin, habe ich mich auch mit einem Hotdog-Verkaeufer in Downtown unterhalten. Als ich sagte, ich sei aus Deutschland, fing er prompt an, von Autobahnen zu schwaermen, obwohl er vermutlich nie eine gesehen hat und das im uebrigen auch nichts anderes als ein Highway ist. Und das Image vollendeter deutscher Ingenieurskunst ist hier immer noch verankert und hoch angesehen. Deutsches Bier gibt es in Kanada eher selten. In Liquor Stores (Alkohol darf nur dort verkauft werden) gibt es allerdings ueberall Becks in Dosen. Dosenpfand, wie bitte? Und um nochmal zu den feschen Dirndls im obigen Foto zurueckzukommen. Spaeter im Oktober war ich mit Bob und Beatrice aus Edmonton einen Abend zum Essen in einem deutschen Lokal. Angesichts der dortigen rustikalen, bayrischen Dekoration fand ich heraus, dass Bea offensichtlich ueberzeugt war, dass es in Deutschland in den meisten Haeusern so aus sieht. Ich habe dann erklaert, dass bayrische Folklore und Trachten nur ein Teil deutscher Kultur ist. Ich glaube aber, dass es vielen Kanadiern so geht. Und ich bin ueberzeugt, die deutsche Vorstellung von Kanada ist auch nicht ganz zutreffend.
Das obige Foto stammt auch von der "Capital EX", wie man an der hoch in den Himmel ragenden Eistuete am rechten Rand erkennt. Im Vordergrund allerdings eine kleine Praesentation der kanadischen Armee. Das darf offensichtlich nicht fehlen bei so viel Publikumsverkehr. Auch einen Hindernisparcour mit militaerisch getarntem Kriechtunnel fuer die Kleinen gab es.

Abschliessend zu diesem Artikel noch zwei typisch kanadische Fakten:

1. Der Kanadier liebt seinen Pickup-Truck. Auch wenn er eigentlich in Vancouver oder Winnipeg lebt und sein Auto nie etwas anderes als ebenen Asphalt vor den Kuehler bekommen wird. Zuweilen mag der Kanadier auch eine schwarze Gummifront auf der Vorderseite seines Autos, obwohl sein Auto nie eine Schotterpiste sehen wird, von welcher kleine Steinchen den Lack zerkratzen koennen.

Tom's Auto konnte ich ab und zu benutzen

2. Der Kanadier liebt es, seine Haeuser aus Holz zu bauen. Damit meine ich natuerlich nicht Opernhaeuser oder Wolkenkratzer.


Construction Site in Edmonton

Monday, October 23, 2006

Hallo aus Kanada!

Mein letzter Eintrag liegt nun schon 2 Monate und 23 Tage zurueck. Das ist eine halbe Ewigkeit und dieses Blogges im Grunde unwuerdig. Deshalb moechte ich das Schreiben nun wieder aufnehmen und fasse kurz zusammen, was seit dem letzten Eintrag passiert ist. Zur Orientierung empfehle ich folgende Karte, auf der ich meine Reiseroute bis heute grob skizziert habe.


(zum Vergroessern anklicken)

Meine bisherige Berichterstattung endet vor meiner Ankunft in Edmonton anfang Juli. Im letzten Blog-Eintrag hatte ich bereits einen kleinen Einblick in meinen Aufenthalt in Albertas Provinzhauptstadt gegeben. Dazu wird noch einiges mehr kommen, wie auch zu meinen weiteren Reisestationen.

Von Anfang August bis Ende September war ich in Whitehorse in der Provinz Yukon Terretories. Ich habe dort bei der Schlittenhunde-Farm "Muktuk Kennels" als Freiwilliger fuer freie Kost und Logis gearbeitet. (Der Begriff "Farm" hoert sich komisch an, aber "Kennels" uebersetzt sich ins deutsche nur etwa wie "Hundezwinger" und das trifft es ueberhaupt nicht.) Der Besitzer Frank Turner ist ein bekannter und erfolgreicher "Musher" beim Yukon Quest, einem 1000 Meilen Schlittenhunde-Rennen von Whitehorse nach Fairbanks, Alaska. Mein Aufenthalt mit den Hunden, den Menschen und der Landschaft dort ist der Grund, dass ich mich im kommenden Februar wieder auf den Weg in den hohen Norden machen werde als Freiwilliger fuer den Yukon Quest 2007. Mit anderen Worten, es hat mir dort sehr gut gefallen und der Bericht im Blog wird interessant.

Um meinen Aufenthaltsort seit knapp zwei Wochen zu lokalisieren, brauchen wir kaeltere Gefilde nicht verlassen. Waehrend ich diese Zeilen tippe, sitze ich in Churchill in der Provinz Manitoba. Ein paar hundert Meter die Strasse runter liegt der Hudson Bay, ich arbeite in der "Lazy Bear Lodge" und gerade in diesem Moment (kein Scherz), naemlich um 9:32 p.m. Ortszeit ertoent wie jeden Tag eine laute Sirene ueber dem Ort. Sie errinnert Einwohner wie Touristen daran, dass die Nacht hereinbricht und mit ihr die Eisbaeren kommen. Churchill nennt sich selbst "Polar Bear Capital of the World". Sobald ich ausfuerhlich ueber meinen Besuch hier schreibe, werde ich auch ein Baer-Foto zur Hand haben. Selbst geschossen versteht sich.

Sunday, July 30, 2006

Moose Travel Network Trip "Coho"



Um meine Reise von Vancouver nach Edmonton interessanter zu gestalten und nicht in relativ langweiligen Greyhound-Bussen zu sitzen, entschied ich mich, einen Teil des Weges mit einer Tour des "Moose Travel Networks" zu verbinden. Dieses Unternehmen kutschiert vor allem Backpacker in kleinen Bussen und Vans durch Kanada. Unterwegs wird an interessanten Aussichtspunkten, Sehenswuerdigkeiten oder Activities angehalten. Durch die "jump on/ jump off flexibility" kann man den Trip zwischendurch ohne Aufpreis unterbrechen und an einem Uebernachtungsort laenger bleiben, wenn es einem dort gefaellt. Die Fahrer sind gleichzeitig sowas wie Reisefuehrer.

Ich entschied mich fuer den "Coho" Trip von Vancouver in Richtung Banff und dann durch die Rocky Mountains. Nach den vier Tagen hab ich dann noch von Banff aus einen einen Greyhound-Uebernachtbus nach Edmonton genommen.





Toni, unserer Fahrer. "Let's hit the road again"

An dieser Stelle wuerde ich wohl ein Gruppenfoto in den Blog kleben, wie auf den vielen schoenen Werbefotos vom Moose Network. Leider stelle ich fest, das wir sowas zu keinem Zeitpunkt gemacht haben. In meiner Gruppe waren nur 2 andere Alleinreisende so wie ich. Das erschwert die Gruppenbildung etwas. Andererseits is die Gruppe gar nicht 4 Tage zusammen geblieben. Nicht alle hatten Coho gebucht, so mussten manche schon nach den ersten beiden Etappen in Banff umsteigen. Wieder andere sind dort geblieben. Die letzten beiden Etappen waren wir effektiv nur 5 Personen inklusive Fahrer, aber der Reihe nach...


Tag 1: Vancouver to Shuswap Lake (June 30th)

Die Gruppe fuer die ersten beiden Tage bestand aus 11 Leuten plus Toni, dem Fahrer. 3 Australier, 1 Englaenderin, 2 Brasilianer, 2 Kanadier und 3 Deutsche inklusive mir. Die Namen weiss ich schon gar nicht mehr alle. 72,7 % Frauenanteil.



Nachdem einige Hostels in Vancouver abgeklappert waren und wir anschliessend noch zum Bezahlen im Moose-Buero waren, ging's ab auf den Highway. Den ersten Tag sind wir ganz dem Trans Canada Highway (Nummer 1) gefolgt, teils auch dem Fraser River. Die erste Pause gab's bei den Bridal Veil Falls, immerhin 122 Meter hoch und ich Depp lass die Digicam im Van liegen. Daher muss fuers erste dieses lausige Foto von meinem Handy reichen.



Ich werde wohl noch bessere bekommen, im Zweifel halt hier gucken. Wo ich beim Knipsen stehe, ist aber eh eine Absperrung. Man koennte ja stolpern, uiuiui.

Mittagspause war in Hope. In diesem Staedtchen stehen an jeder Ecke Holzfiguren wie der Adler auf dem Foto. Das besondere daran ist, dass die Figuren alle komplett mit der Kettensaege gefertigt wurden. Respekt.



Am fruehen Nachmittag erreichten wir die historische Alexandra Bridge. Was es damit auf sich hat, lest ihr am Besten auf der Infotafel. Hier empfiehlt sich Vergroessern. Auf dieser rostigen Bruecke, heute durch eine moderne in Sichtweite ersetzt, fuhren die Pferdewagen. Damals war der Gitterrost mit Holzplanken bedeckt.









Unser naechster Halt war in Lytton, dem Ort mit der angeblich hoechsten je in Kanada gemessenen Temperatur (ca.40 C). Ausserdem fliessen hier das gruene Wasser des Thompson River und das braune, schlammreiche Wasser des Fraser River zusammen. Vor der kurzen Verschnaufpause vom langen Autofahren hat uns Toni noch eine Stelle gezeigt, wo man das gut fotografieren kann. Das kann man auch auf Google Earth so gut sehen, das ich mir nicht verkneifen konnte, auch ein Luftbild einzuklinken. Ausserdem fuehrt dort eine Eisenbahnbruecke ueber den Thompson River und ich konnte einen ganz schoen schwer beladenen Zug erwischen.







Die nachfolgende Strecke entlang des Thompson Rivers in Richtung Cache Creek fuehrt durch eine aeusserst trockenes Gebiet. Die Landschaft ist gelblich und weit weniger bewaldet. Toni nannte das "Canadian desert". Ein Eindruck von "Kanada's Wueste" bekommt man auf den Zug-Fotos. Auf der Fahrt habe ich immer wieder Exemplare dieser langen Frachtzuege gesehen.





Dem aufmerksamen Beobachter wird nicht entgangen sein, dass der erste Zug in Lytton ein "Canadian Pacific, CP" und der zweite ein "Canadian National, CN" war. Oder doch ? ;-)
Jedenfalls sind das die beiden grossen Frachtgesellschaften. Mitfahren geht nicht, Personenverkehr macht nur VIA Rail.

Um fuenf gab's ne weitere Pause ohne grossartige Aussicht und um sechs erreichten wir den Kamloops Lake, der da so aussieht:



Unser Tagesziel war das kleine Hostel "Copper Island Inn" am Shuswap Lake, genauer an einem seiner vier Arme, dem Scotch Creek. Ein nahegelegener Campingplatz grenzt direkt ans Wasser, so konnte ich noch kurz schwimmen gehen. Da wir nicht in der Gruppe dorthin gegangen waren, haben wir uns am Strand etwas verpasst. Aber bevor wir uns spaeter alle im Pub neben dem Hostel trafen, blieb sowieso kaum Zeit. Zu fortgeschrittener Stunde wurde dann noch das WM-Viertelfinale Deutschland-Argentinien auf Grossbildleinwand zeitversetzt uebertragen. Ich kannte das Ergebnis zwar (4:2, Elfmeterschiessen), aber sehen muss man es ja trotzdem.





Tag 2: Shuswap Lake to Banff (July 1st)
(CANADA DAY!)

Am naechsten Morgen haben wir dann alle noch das Viertelfinale England-Portugal geschaut, da ja immerhin eine Britin mit bei uns an Bord war. Zu ihrem Verdruss verlor England (1:3, Elfmeterschiessen), den Brasilianern hat's gefallen.


Aufenthalts-,Fruehstuecks-,TV- und Internetraum

Unser erster Halt war dann bei Craigellachie, dem Ort, an dem im Jahre 1885 "the last spike" (den letzten Bolzen, Nagel...) zur Fertigstellung der ersten transkontinentalen Eisenbahnstrecke eingeschlagen wurde. Und der Mann mit dem Werkzeug und weissem Rauschebart ist nicht Opa Hoppenstedt, sondern Donald Smith, damals ein hohes Tier bei der Canadian Pacific Railroad. Mir gefaellt besonders der Zylindermann links ueber ihm.






Weiter den Highway No. 1 hinauf ist die naechste Stadt dann Revelstoke. Zeitlich gesehen haben wir dort wahrscheinlich Mittagspause gemacht. Jedenfalls beginnt ab dort ein Gebiet mit National Parks. Neben dem Banff National Park und Jasper National Park gibt es noch die kleineren Yoho, Kootenay und Glacier, welchen wir zuerst passierten. Eine Uebersicht bekommt man bei Vergroesserung des Fotos unten. Der Glacier National Park liegt zwischen Revelstoke und Golden und mittendrin verlaeuft der Rogers Pass, ein Gebirgspass auf 1330 Meter Hoehe. Der Trans-Canada Highway fuehrt drueber, die Eisenbahn faehrt irgendwo drunterher. Inmitten des Glacier National Parks liegt auch das Rogers Pass Center, in dem man viel ueber die oertliche Fauna und den Park erfahren kann. Waehrend Pumas und Baeren drinnen ausgestopft waren, liefen draussen sehr lebendige Squirrels herum. Auf dem Foto unten habe ich eines fotografiert, wie es gerade ein gruenes Bonbon eines japanischen Touristen vertilgt. Das man nicht fuettern soll/darf, wird man diesen Leuten nie beibringen koennen.


Shuswap Lake ist weiter westlich und nicht mehr hier drauf




Foto vom Rogers Pass Centre aus




Am spaeten Nachmittag erreichten wir dann den Emerald Lake. Der ist so schoen blau, dass gleich ein Konferenz-Center dran gebaut wurde. Und man sieht es auf den Fotos nicht, aber es gab eine Menge Touristen. Und die Touristenhorden sollten wir auch von dort an nicht mehr loswerden... Allerdings gehoerten wir ja selbst auch dazu.






Naechste Station: Eine "Natural Bridge" ueber den Kicking Horse River. Die Tafel (bei Bedarf vergroessern) erklaert, dass hier das Wasser mithilfe von Sand und Kies mit der Zeit eine natuerliche Bruecke aus dem Kalkstein geformt hat.






Ach ja, um kurz nach sieben wurde ich dann schlagartig um 7,5 % Provincial Sales Tax erleichtert. Alberta goennt sich als einzige Provinz den Luxus, eine solche nicht zu erheben. Bleiben nur noch die 6 % Goods and Services Taxes wie ueberall in Kanada. Und warum? - Das steht in der Bildunterschrift!


welcome to Alberta, oil field country


Es wurde dann zusammen entschieden, den Lake Louise nicht mehr am gleichen Tag zu besichtigen, sondern am naechsten Morgen. Also ging's ab nach Banff und dort ins HI Hostel. Bei einer Bevoelkerung von nur etwa 8000 Einwohnern empfaengt Banff jaehrlich 4 Millionen Touristen. Und am Canada Day muss ein Grossteil davon in der Stadt gewesen sein. Jedenfalls war es wohl noch voller als sonst im Sommer. Essen waren wir alle zusammen in "The Old Spaghetti Factory" und anschliessend ist Toni mit einem Teil der Gruppe noch in der Stadt geblieben. Zum "Canada Day"-Pferdeshow gucken und spaeter zum Feuerwerk und davor und danach zum Pubcrawling.


zur Show lief der Song "I am Canadian" von Bosson


Kanada feiert sich selbst. Alles Gute zum Geburtstag!


Tag 3: Banff to Jasper (July 2nd)

Von diesem Tag an war die Gruppe wesentlich kleiner. Einige mussten umsteigen, einige blieben in Banff. Da waren's nur noch 5 plus Toni. Wir machten uns also auf den Weg nach Jasper auf dem Highway 93 oder auch "The Icefields Parkway". Morgentlicher Programmpunkt war zuerst der Lake Louise. Weltbekannt, Touristenmagnet und blau. "Das muss man gesehen haben!" Ist aber wirklich ein ganz netter Anblick. Und fuer schlappe 38 Dollar pro Stunde kann man sich sogar ein Boot darauf mieten und den anderen Touristen das Motiv verderben. Daneben steht das Chateau Lake Louise, ein elegantes Fuenf-Sterne-Hotel aus dem Hause Fairmont. Fuer eine bessere Perspektive bin ich einfach mal in die teuerste Etage gefahren und hab aus dem Fenster fotografiert. Das hat sich auf jeden Fall gelohnt.




Chateau Lake Louise am Ufer des Sees



Weiter nach Norden auf dem Highway 93. Kurz nach einem Aussichtspunkt auf den Crowfoot Glacier erreichten wir dann den Bow Lake, mein persoenlicher Favorit. Um das mal zu erklaeren: Das Schmelzwasser der Gletscher spuelt rock flour, also "Steinmehl" in die Seen, welches die Gletscher von den Felsen abgeschliffen haben. Dieses streut vorallem blaue Lichtanteile und das Wasser erscheint blau. Eigentlich ist das Wasser aber voellig klar.





Woelfe oder Baeren haben wir unterwegs leider nicht gesehen. Aber sobald irgendwas mit vier Beinen auf der Strasse oder am Strassenrand laeuft, halten sofort viele Leute ihre Fahrzeuge an und glotzen. Also wir auch :-) Einmal war eine Herde Mountain goats unterwegs und auf dem zweiten Foto sieht man wohl einen Elch, jedenfalls ist es kein Moose und auch kein Karibu. Und fuer ein Reh ist es zu gross.





Einen Vorteil hatte das Reisen mit wenig Leuten auf alle Faelle: Man hatte Platz. In einer bequemen Position kann man die draussen vorbeifahrende grossartige Kulisse umso mehr geniessen!






Mittagspause gab es an diesem Tag mit Blick auf den North Saskatchewan River:



Ungefaehr 40 km spaeter stiessen wir dann auf eine seltsame Schleife im Highway. Toni erklaerte uns, dass hier damals irgendwas beim Bau der Strasse schiefgelaufen sei bezueglich der Hoehenunterschiede. Genau weiss ich es nicht. Aber ich glaube mit Google Earth sieht man, was ich meine:




Unser naechster Halt war der Athabasca Gletscher des Columbia Icefields. Wie der Strassenname "Icefields Parkway" treffend sagt, fuehrt der Highway von Banff nach Jasper durch ein Gebiet mit Eisfeldern gewaltigen Ausmasses. Darunter ist das Columbia Icefield, welches mit ca. 325 km2 das groesste in den kanadischen Rocky Mountains und eine der groessten Eisflaechen suedlich des Polarkreises ist. An seinen Ecken befinden sich einige der hoechsten Berge der kanadischen Rockies, z.b. der Mount Columbia (3747 m), der South Twin Peak (3684 m) oder der Mount Kitchener (3505 m). Jaehrlich fallen hier bis zu sieben Meter Schnee. Eine der grossen Gletscherzungen des Columbia Icefields und der meistbesuchte Gletscher Nordamerikas ist der Athabasca Glacier. Er ist 100 bis 365 Meter dick. Vom Schnee des Eisfelds gespeist, bewegt sich der Gletscher 15 bis 20 Meter pro Jahr am unteren Ende. Wenn in heissen Sommern das Eis unten schneller schmilzt als es nachfliessen kann, schrumpft der Gletscher. Weltweit ziehen sich die Gletscher schon seit Jahren zurueck. Der Athabasca Gletscher hat sich seit dem spaeten 19. Jahrhundert um ueber 1500 Meter zurueckgezogen. Auf dem kurzen Fussmarsch zur Gletscherkante stoesst man in regelmaessigen Abstaenden auf Schilder mit Jahreszahlen, korrespondierend zu der damaligen Ausdehnung des Gletschers. Bei Google Earth veranschaulichen einige Markierungen das ganz gut. (52°12´N, 117°15´W und "Google Earth Community" einschalten)




so weit ragte der Gletscher im Jahr 1992

Wir machten uns also zu Fuss auf, den Gletscher zu erreichen und erkundeten ihn ein Stueck. Fuer eine gefuehrte Gletscherwanderung bleib natuerlich keine Zeit. Uebrigens kann man sich auch mit dem "Snow Coach" ueber das Eis fahren lassen. Snow Coaches sind busähnliche, 20 Tonnen schwere Spezialfahrzeuge, ausgerüstet mit Klimaanlage, monströsen Reifen und Platz für über 50 Fahrgäste. Geld lassen kann man dort ueberall genug.











Gletschermuehlen mahlen langsam, aber offenbar kraeftig


Uebrigens fliesst das Schmelzwasser des ganzen Columbia Icefields hier an der nordamerikanischen kontinentalen Wasserscheide in den Pazifik, in den Atlantik (ueber den Hudson Bay) und in das Arktische Meer ab. Eine weitere, dreifache Wasserscheide gibt es in Nordamerika sonst nur noch im Glacier Nationalpark in Montana.








Gegen 5:00 erreichten wir dann Jasper. Dieser Ort ist nicht ganz so kommerziell ausgebaut wie Banff und etwas gemuetlicher. Uebernachtet haben wir dort aber nicht. Wir hatten Gelegenheit zu essen und fuer den naechsten Tag einzukaufen. Ein Englaender aus Banff ist in Jasper Downtown geblieben, d.h. wir waren noch insgesamt vier. Shiri und Melissa aus Toronto, eine Amerikanerin, Toni und ich. Unser Hostel, das "HI Athabasca Falls", war ausserhalb von Jasper. Es gab zwar keine "Flushing Toilets" und fliessend Wasser nur aus der Pumpe, aber so richtig abenteuerlich fand ich das nicht. Das Lagerfeuerchen am spaeten Abend und ein paar Bierchen waren aber ganz gemuetlich. Essen oder aehnliches sollte man waehrend des dortigen Aufenthalts im Haupthaus aufbewahren, wegen Baeren und dem ganzen Kruscht. Nachdem eine mindestens zehnkoepfige Gruppe Inder im Haupthaus gekocht und gespeist hatte, roch es darin dermassen, dass es mich wundert, dass nicht wenigstens ein Baerchen mal vorbeigeschnuppert hat.




im Hintergrund sieht man eine der Cabins, in denen wir uebernachtet haben

Tag 4: Jasper to Banff (July 3rd)

An diesem Tag sind wir den Icefields Parkway wieder nach Banff zurueckgefahren. Vom Hostel ging es zuerst zu den Athabasca Falls, nicht weit vom Hostel entfernt. Das dritte Foto zeigt "Potholes". Wie die zustande kommen, lest ihr am besten auf der Tafel darueber selber.







Der naechste Stopp war wieder an einem Wasserfall und zwar den "Sunwapta Falls". Aufgrund von Akku- und Speicherplatzmangel habe ich davon kaum Foto gemacht und man koennte meinen, ebensogut die Athabasca Falls vor Augen zu haben. Im Internet habe ich ein praechtiges Bild gefunden, das folgende Foto ist also nicht von mir:


Quelle: hier

Nachester Programmpunkt war der Parkes Ridge Trail. Endlich mal eine kleine Wanderung. Ungefaehr 40 Minuten ging es in Schleifen einen gruenen Berghang hinauf. Das war in jeder Hinsicht ein atemberaubender Aufstieg, aber er hat sich gelohnt! Von ueber 2000 Meter Hoehe konnte man den Blick auf den Saskatchewan Glacier geniessen, uebrigens auch eine Gletscherzunge des Columbia Icefields.





Blick zurueck; unten auf dem Parkplatz steht der Van

Danach kam der Peyto Lake, laut einer Infotafel "the bluest lake in the Rockies". Das Foto wurde nicht in Photoshop bearbeitet! Und gleich darunter ein Foto, das zeigt, wie verdammt schwierig es ist, bei all den Touristen ein gutes Foto zu bekommen.




"lass doch mal das Kind nach vorne"

Zum Abschluss haben wir dann noch einen Abstecher zum Moraine Lake gemacht. Dieser See war frueher einmal sogar auf einer kanadischen 20 $ Banknote!





Damit war dann der Coho-Trip fast beendet. In Banff haben wir noch zusammen mit der Englaenderin und einer Australierin, die beide in Banff geblieben waren, gegessen und Toni hat mich dann freundlicherweise noch zum Greyhound-Depot gefahren. Via Calgary bin ich dann ueber Nacht nach Edmonton gefahren.